Habe am Sonntag herzlich lachen müssen. Beckmann von der ARD hat wieder einmal bewiesen wie unfähig er ist. Nicht nur, dass Beckmann die Sportschau wie eine 70iger-Jahre Diskoshow moderiert, er ist auch genau so oberflächlich wie man das von einem Moderator dieses Kalibers erwartet. Zur Sportschau am 3. Februar 2008 verabschiedete sich Beckmann und kündigte die nächste Sendung an: “Hier geht es jetzt weiter mit Ulli aus Deppendorf…”.
Ulli Deppendorf, der Moderator des Politmagazins “Bericht aus Berlin” begrüßte darauf hin die Zuschauer mit den Worten: “Und hier ist er, der Ulli aus Deppendorf.”
Neulich beobachtete ich von meinem Fenster aus ein einen alten Mann und eine alte Frau, die behäbig die Straße hinuntergingen. Die Frau schob einen leeren Rollstuhl vor sich her. Da musste ich an den Hund meines Bruders denken, der beim “Gassigehen” gern seine Leine im Maul trägt.

a) … wohnt
b) … Urlaub macht
c) … morgen eine Rede hält.
Habe auf Anregung des Kaisers (Kaiser Dave) eine neue Kategorie in der rechten Seitenleiste angebracht. Es handelt sich dabei um Comedy, die wir für verschiedene Radiosender produziert haben. Wir starten mit Berufe im Blick.
Wem diese Frage aus dem Freundes- und Bekanntenkreis gestellt wird, bei dem sollten die Alarmglocken läuten. Warum ich immer zuerst denke, ich werde gleich zu einer Party eingeladen, weiß ich nicht. In 95 Prozent der Fälle ist die Beantwortung der Frage mit: „bis jetzt noch nichts“ die Opferung eines freien Tages. Ein schöner Tag, an dem ich mal hätte ausschlafen, ausgiebig shoppen gehen, einen Landpartie machen oder auch nur die eigene Wohnung aufräumen können. Stattdessen binde ich mir meist einen undankbaren Tag als Umzugshelfer ans Bein, nachdem ich völlig erschöpft, voller Kratzer und blauer Flecke auch noch den Sonntag verdämmere. Zurück bleiben meist nur drei Tage Muskelkater und ein Dreiangel im Pullover. Dafür spart sich der Kumpel ein teures Umzugsunternehmen. Irrigerweise unterliege ich dem Glauben, ich hätte jetzt was bei ihm gut. Jaahahaha, da wird einem vielleicht der alte Wäscheständer angeboten, bevor er in den Müll wandert. Wenn ich jeden Wäscheständer von jedem Umzug mitgenommen hätte, bei dem ich geholfen habe, hätte ich sicher schon 18 Stück. Wenn das reicht.
Mir ist das ehrlich gesagt auch zu blöd, drei Tage vor der Umzugsaktion noch eine Ausrede nachzuschieben. „Du, ich kann am Samstag doch nicht, da muss ich leider auf das Kind meiner Schwester aufpassen, weil die einer Freundin beim Umzug hilft“. Da wird jede Begründung schnell als bloße Ausrede gewertet – und ist sie noch so absurd.
Ich bin da auch viel zu gutmütig. Es hat sich wahrscheinlich herum gesprochen, dass ich unter allen Umständen als Umzugshelfer einspringe. Vergangenes Wochenende war es mal wieder soweit. Jemand ist von Berlin nach Potsdam umgezogen. Da ich seit kurzem kein Auto mehr habe, bin ich mit der U-Bahn angereist (2,10 Euro pro Fahrt). Außerdem hat der mir zugemutet, nach dem Umzug mit der S-Bahn nach Hause zu fahren. Als sich jedoch nach dem Ausräumen der Wohnung herausstellte, dass im viel zu knapp bemessenen Umzugsauto nicht genügend Platz für die 3 Umzugshelfer war und ich mit der S-Bahn auch noch nach Potsdam fahren sollte (bzw. einer der anderen), hab ich mich dann doch abgeseilt. Ich bin mir sicher, wenn ich gesagt hätte, dass mir das Geld für die Fahrkarte fehlt, hätte mir der Bekannte vorgeschlagen, zu trampen oder das Fahrgeld als Straßenclown aufzutreiben. Naja, ich war dann ziemlich erleichtert, als ich vorzeitig die Heimreise antreten konnte und bereits 13.00 Uhr mit meinem neuen Wäscheständer wieder in der U-Bahn saß.
Ich war gestern mit seiner Lordschaft am See. Selbst am späten Nachmittag hatten wir noch über 20 Grad. Es war windstill. Überall saßen die Leute auf ihren Decken, grillten, lasen oder vergnügten sich anderweitig. Hier und da sprangen ein paar mutige sogar noch mal ins (inzwischen wieder) sehr kalte Wasser. Ich näherte mich einem Pärchen, ca. 25 Jahre alt. Je näher ich kam, desto nackiger wurden die beiden. Als sie alles ausgezogen hatten, gingen sie ins Wasser. Wie die anderen auch. Sie vorneweg, er hinterher, ohne Eile. Um die Richtung genau peilen zu können, hatte er seine Antenne ausgefahren, die er grinsend der gesamten Umgebung präsentierte…
Seine Lordschaft am See. (feat. die eifersüchtige Hündin Mojo)
Wenn man gedankenverloren an einer Bäckerei vorbeiläuft, wo auf dem davor aufgestellten Schild unter Sonderangebote irgend etwas von „Analfistel zu 1,69 Euro“ zu lesen ist, das gar nicht merkwürdig findet, nach weiteren zehn Metern aber wie vom Donner gerührt stehen bleibt, sich umdreht und das Wort auf dem Schild nur mühsam als „Amalfistückchen“ sich zusammenbuchstabiert, dann auch noch ob des erkannten Missverständnisses für alle Passanten deutlich vernehmbar mit einem erleichterten Schluchzer hell auflacht, ist man dann schon ein Fall für die Psychoanalyse oder nur urlaubsreif?
Seit 14 Tagen erinnerte mich quasi alles an den Tag X. Das Werkzeug im Baumarkt, die Kreissäge im Hinterhof oder auch die Argumentation eines Freundes, der anwaltlich eine Zahnärztin vertritt, die ihrem Geld hinterher rennen muss. („Ich weiß nicht, was daran so schwer zu verstehen ist; die Zahnärztin meißelt dem Typen einen Zahn aus dem Kiefer und dafür bekommt sie Geld, fertig.“)
Tag X war gestern, gestern wurden meine Weisheitszähne (unten) entfernt. Manche nennen das Weisheitszähne ziehen, aber die waren sicherlich nicht bei Bewusstsein als es ihnen passierte oder sind von Beruf Zahnarzt. Wenn man bei Bewusstsein bleibt, und das sollte man, wenn man später darüber berichten will, bekommt man eine so genannte „Örtliche Betäubung”. Diese Spritze ist nicht zu vergleichen mit dem Piekser, den man von kleineren Zahnbehandlungen kennt. Die Kanüle ist dick und der Inhalt der Spritze viel. Der Arzt muss die richtigen Stellen im Mund betäuben. Das ist eine Herausforderung. Nicht nur für ihn, sondern auch für den Patienten. Um vor weg zu nehmen; ich hatte zu keiner Zeit Schmerzen. Auch das Spritzen war zu ertragen, auch wenn die Kanüle im Fleisch am Nerv entlang wanderte, um ihn auszuschalten. Nach Betäubung der betreffenden Stellen im Mund, hielten wir noch einen Smalltalk, der Arzt und ich. Und als der meine Fragen bzw. Antworten nicht mehr verstehen konnte („… unk fann gang iff fieder fport dreifen…?“) nahm er sich das größte, schönste Werkzeug vom Tablett. So oder ähnlich muss es gewesen sein, sehen konnte ich’s nicht, ich hatte ein Tuch über den Augen, wegen der OP-Scheinwerfer. Zuerst nahm ich ein Schaben und Kratzen wahr. Die Zähne wurden freigelegt. Scheinbar gibt es für solche Behandlungen verschiedene Größen an Trennschleifern, oder vielleicht war das eine ein Trennschleifer und das andere eine Kreissäge. Jedenfalls ist das eine lauter als das andere. Diese Geräte haben nur den Zweck den Zahn zu teilen, um ihn besser aus dem Kieferknochen brechen zu können. Ich bat anfangs darum, nicht so viel über den Verlauf der Behandlung erfahren zu müssen, aber das vergaß der Arzt manchmal (immer): „Jetzt hören sie gleich so ein Knacken,… so ein Reißen, dann zerbreche ich den Zahn. Ach so, ich soll ja nicht so viel kommentieren. Na ja wir Handwerker…“ Wie schon erwähnt; keine Schmerzen aber die Geräusche, das Knacken und Schleifen will mir nicht mehr aus dem Kopf.
Das Entfernen der Zähne ging relativ schnell, ich schätze 15 bis 20 Minuten, mit Spritzen, Smalltalk und Meißeln. (Gefühlte Zeit 45 Minuten.)
Später hatte ich das Gefühl, als würde sich das gesamte Betäubungsmittel in der Unterlippe sammeln. Was eigentlich nur hinderlich ist, wenn man das Blut loswerden will, das aus den Wunden sickert. Man kann nicht kontrolliert spucken. Man sieht aus wie ein Idiot. Ein Idiot der nicht richtig spucken, essen und sprechen kann.
Was für ein Spaß, als meine Freunde nacheinander anriefen, weil sie mal hören wollten wie das klingt.
Ihr Phweillne!
Tags: Schmerz reinigt, Weisheitszähne, Zahnarzt, bohren
Gestern fuhr ich auf dem Heimweg mit meinem Rad an eine rote Ampel. Vor mir wartete bereits eine auffallend korpulente Radfahrerin mit winzigem Fahrradhelm auf dem krausen Kopfhaar. Sie trug ein hellgraues T-Shirt, das auf dem Rücken bedruckt war: Jugendfeuerwehr Südhessen, Megazeltlager 2000 – Ich bin dabei! Die Jahreszahl sah wegen des breiten Rückens der Dame aus wie 200000. Da die Gestalt insgesamt sehr drollig aussah und auch die Botschaft des T-Shirts so ein „Gschmäckle“ hatte, hätte ich gern ein Foto gemacht. Leider war ich ohne Kamera unterwegs. Da nahm ich mir vor, eine Fotoserie in Angriff zu nehmen. Die wird „Berlin von hinten“ heißen. Bekanntlich schert sich in Berlin niemand darum, wie er gekleidet ist, zumindest nicht die durchschnittliche Mehrheit. Da werde ich versuchen, demnächst ein paar ernstzunehmende Straftaten im Bereich der Bekleidungs- und Styling-Kriminalität aufdecken.
Heute morgen hatte ich meine Kamera dabei, als ich das Haus verließ. Eigentlich war ich in Gedanken, als ich wieder an einer Ampelkreuzung halten musste, so dass ich dem Mann mit Fahrrad vor mir zunächst keine Aufmerksamkeit schenkte. Dann sah ich, was ich noch nie gesehen hatte (ich war ja auch noch nie in China): auf dem Gepäckträger ein goldener Vogelkäfig, in dem ein lebender Vogel saß. Ich reagierte zu spät. Die Ampel schaltete auf Grün, ehe ich meine Kamera schussbereit hatte. Nun packte mich das Jagdfieber und ich nahm die Verfolgung auf. Während der Fahrt fummelte ich die Kamera aus meiner Umhängetasche und versuchte gleich vom Fahrrad aus ein Bild zu machen. Aber der Kerl mit seinem Vogel war einfach zu schnell. Lediglich dieser Schnappschuss aus 50 Metern Entfernung kam noch zustande:
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Mein erstes Bild aus der Reihe: „Berlin von hinten“.
PS: Auch dieses Jahr wird wieder ein Megazeltlager stattfinden. Die anscheinend Wahnsinnigen der Feuerwehr Schneppenhausen („Andere rennen raus, wir rennen rein!“) werden ebenfalls dabei sein. Diesmal wird ihr Motto nicht lauten „Wir pumpen den Main leer“ – wahrscheinlich, weil er schon beim Megazeltlager 2000 leer gepumpt wurde – nein, diesmal will Schneppenhausens Feuerwehr die „tausend Strahlrohre“ schaffen. Na dann: Holz- und Schwelbrand.
nehmen wir den stets misslaunigen Familienvater von ganz oben, der mich schon mal darauf hinweist, ich solle die Haustüre schließen, sonst kämen die Ratten ins Haus. Oder seine Frau, die tausend Tode stirbt, wenn ich mit meinem Hund an ihr vorbeigehe, Hundephobie.
Oder der pubertäre Nachbarsjunge von nebenan; wenn seine Freunde ihn von zuhause abholen, und das tun die täglich, warten die schon mal ein bis zwei Stunden im Treppenhaus auf ihn. Rauchen, saufen, zündeln, zerkratzen Wände oder pickern mit Nadeln kleine Hakenkreuze in die Infozettel der Hausverwaltung. Manchmal klingelt auch das Jugendamt bei mir und fragt nach dem Jungen. Oder die Polizei bringt ihn nachhause – sicherlich, weil er sich verlaufen hatte, wieder einmal.
Im Erdgeschoss rechts ist seit Monaten alles ruhig. Dort wohnt eine ältere Dame, die von zwei lesbischen Nutten ausgenutzt wurde (meine eigene Theorie). Eine ca. 60jährige, die auf 25 machte und eine ca. 18jährige, die wie ihre ältere Freundin aussah. Die jüngere, also die die nur alt aussah, lag dann auch gern mal in unserem Treppenhaus, vollgedröhnt mit Drogen, die hier nicht wachsen. Wie gesagt (geschrieben) seit Monaten ist alles ruhig.
Obwohl „ruhig“ nur bedingt stimmt, über mir wohnt ein Riese, der gern Holzschuhe trägt, 120kg laufen jeden Abend unruhig hin und her wie ein Raubtier im Käfig. Und wenn der Riese seine 6jährige Tochter zu Besuch hat, klingt das so, als würde jemand mit der Abrissbirne die obere Etage sanieren.
Neulich Nacht sehe ich ein Wesen passend zur überlauten Musik, die sich vor ein paar Wochen in den Hinterhof ergoss. Die schönsten Schlager der letzten 20 Jahre, vorgetragen von einer talentlosen Zehnjährigen, Pädophilenmusik. Im sonst so angenehmen Hinterhof roch es noch Tage später nach diesem Vorfall. Der Schänderbalkon gehört zum Nachbareingang. Neulich Nacht also (ich kam vom Saufen aus der Stadt), sah ich diese Kreatur; klein, feist, weibisch, weiße dünne Beine, schmieriges – ungeschnittenes Haar. Es lief wie eine Spinne der zwei Beine auf einer Seite herausgerissen worden waren. Einerseits versuchte es schnell zu gehen, war aber offensichtlich, durch körperliches Gebrechen, nicht in der Lage dazu. Vielleicht wurde die Kreatur ja selbst von tausen imaginären Spinnen verfolgt. Es verschwand im gleißenden Licht der Tankstelle, die sich nur 100m von unserem Haus befindet.
Kommt mich doch mal besuchen, dann können die Kinder unten im Hof spielen und wir setzen uns auf den Balkon und schauen zu, wie die beiden 18jährigen Hühner von schräg gegenüber halb nackt neue Fotos für ihren MySpace-Account machen, und wenn wir Glück haben, regnet es auch.
Tags: MeinBlock
Vereisen, nicht Verreisen! Das ist das Motto dieses Sommers – zumindest für Hundebesitzer.
Fred Freeze, so heißt das Wunder, mit dem das Problem der vollgeschissenen Bürgersteige wenn nicht beseitigt, so doch wenigstens eingedämmt werden soll. Und so wirbt der Hersteller auch mit dem Slogan: „Excellent for Excrement“.
Sehr schön wird vom Hersteller die Problemstellung zusammengefasst: „Denn es ist nicht sehr angenehm, mit dem extrem dünnen Plastiksackerl den frischen Hundekot zu entsorgen.“ Jaha! Es ist auch nicht sehr angenehm, sich den frischen Hundekot vom Schuh zu kratzen!
Vielleicht reicht es auch aus, „das Häufchen“ nur zu vereisen und liegen zu lassen. Wer drauftritt verstaucht sich höchstens den Fuß, schmiert sich aber nicht unbemerkt das Schuhsohlenprofil zu, um später als Gast eines Abendessens in der Wohnung seines Chefs als ungeschickt aufzufallen.
Wenn man also demnächst Leute auf dem Gehweg hocken sieht, die „aus einer Entfernung von 3 bis 5 cm“ Kackhaufen einsprühen, dann handelt es sich entweder um Aktionskünstler oder Fred Freeze verkauft sich wirklich.
Eine Frage stellt sich mir aber noch, wenn ich die Frau in meinem Wohnviertel sehe, die täglich mit ihrem Bernhardiner spazieren geht. Die wird wohl pro Gassigang eine Dose Eisspray verbrauchen. Oder aber der Pfunds-Haufen ist nicht „richtig durch“ und bricht beim Aufnehmen mit dem Sackerl in sich zusammen wie ein Biskuit. „Das ist es, wovon Millionen Hundebesitzer in Europa träumen“
Zum Schluss noch ein Tipp für korrekte Anwender: das „Sackerl“ nicht zu lange in der Hosentasche aufbewahren. Der Inhalt taut sonst wieder auf, die Kacke schmilzt!



