Vereisen, nicht Verreisen! Das ist das Motto dieses Sommers – zumindest für Hundebesitzer.
Fred Freeze, so heißt das Wunder, mit dem das Problem der vollgeschissenen Bürgersteige wenn nicht beseitigt, so doch wenigstens eingedämmt werden soll. Und so wirbt der Hersteller auch mit dem Slogan: „Excellent for Excrement“.
Sehr schön wird vom Hersteller die Problemstellung zusammengefasst: „Denn es ist nicht sehr angenehm, mit dem extrem dünnen Plastiksackerl den frischen Hundekot zu entsorgen.“ Jaha! Es ist auch nicht sehr angenehm, sich den frischen Hundekot vom Schuh zu kratzen!
Vielleicht reicht es auch aus, „das Häufchen“ nur zu vereisen und liegen zu lassen. Wer drauftritt verstaucht sich höchstens den Fuß, schmiert sich aber nicht unbemerkt das Schuhsohlenprofil zu, um später als Gast eines Abendessens in der Wohnung seines Chefs als ungeschickt aufzufallen.
Wenn man also demnächst Leute auf dem Gehweg hocken sieht, die „aus einer Entfernung von 3 bis 5 cm“ Kackhaufen einsprühen, dann handelt es sich entweder um Aktionskünstler oder Fred Freeze verkauft sich wirklich.
Eine Frage stellt sich mir aber noch, wenn ich die Frau in meinem Wohnviertel sehe, die täglich mit ihrem Bernhardiner spazieren geht. Die wird wohl pro Gassigang eine Dose Eisspray verbrauchen. Oder aber der Pfunds-Haufen ist nicht „richtig durch“ und bricht beim Aufnehmen mit dem Sackerl in sich zusammen wie ein Biskuit. „Das ist es, wovon Millionen Hundebesitzer in Europa träumen“
Zum Schluss noch ein Tipp für korrekte Anwender: das „Sackerl“ nicht zu lange in der Hosentasche aufbewahren. Der Inhalt taut sonst wieder auf, die Kacke schmilzt!
